Autor: Maurice Dobiasch

Erste syrisch-orthodoxe Kirche in Wien

Im Wiener Stadtteil Leopoldau im Bezirk Floridsdorf wurde am vergangenen Dienstag mit dem Bau dem ersten syrisch-orthodoxen Kirchengebäude in Österreich begonnen. Der Auftrag für den Bau stammt von der Pfarre Heilige Maria Mutter Gottes. Zum Beginn der Bauarbeiten fanden sich bereits 400 Menschen zusammen und feierten diesen. Das berichtet „meinbezirk.at„. ....mehr

Gründung der autokephalen ukrainisch-orthodoxen Kirche steht fest

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko gab am 5.12.2018 in Kiew bekannt, dass ein Termin zur Gründung der autokephalen ukrainisch-orthodoxen Kirche feststeht. Bereits am 15.12. dieses Jahres findet das Konzil zur Gründung statt. Das Statut für die autokephale Kirche wurde bereits am vergangenen Donnerstag in Istanbul festgelegt. Das berichtet „katholisch.de„.

Eingeladen sind die Bischöfe der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer und Moskauer Patriarchats, sowie der autokephalen ukrainisch-orthodoxen Kirche. Auf Grund der aktuellen Situation zwischen Russland und der Ukraine, sowohl politisch als auch kirchlich, ist ein Erscheinen der Vertreter des Moskauer Patriarchats unwahrscheinlich. In Deutschland blieben die Vertreter des Moskauer Patriarchats von der Herbstkonferenz der OBKD fern, da ukrainisch-orthodoxe Vertreter anwesend waren. International hofft man auf ein baldiges Ende der Konflikts zwischen den orthodoxen Patriarchaten. (md)

Durchsuchungen von Kirchen in der Ukraine

In der Ukraine wurden Kirchen des moskautreuen orthodoxen Patriarchats von der ukrainischen Polizei und dem Geheimdienst bei einer Razzia untersucht. Drei Kirchen in der Region Dschitomir wurden durchsucht. Erzbischof Kliment Wetscheria, einer der betroffenen Priester, verglich diese Maßnahme der Ukraine mit Maßnahmen der Sowjetunion. Metropolit Wissarion berichtet, die Aufgabe der Einsatzkräfte sei eine komplette Beschlagnahmung gewesen. Das berichtet „Zeit.de

Die Priester werteten die Durchsuchung als Einschüchterungsversuch der ukrainischen Regierung. Nachdem vor einigen Tagen 24 ukrainische Besatzungsmitglieder von der russischen Küstenwache festgenommen wurden spitzt sich die Lage zwischen den beiden Staaten nun zusätzlich zu. (md)

Schritt zur Trennung zwischen Kirche und Staat

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras und der orthodoxe Erzbischof Hieronymus II. haben einen Kompromiss gefunden um einen Fortschritt zur deutlicheren Unterscheidung zwischen Kirche und Staat zu erzielen. Orthodoxe Priester werden von der Gehaltsliste des Staates gestrichen um die Steuerzahler zu entlasten. Die orthodoxe Kirche bekommt jedes Jahr einen monetären Zuschuss um die Gehaltszahlungen zu unterstützen. Das berichtet „Vaticannews„.

Der Beamtenstatus soll den Kirchenmitgliedern erhalten bleiben, ebenfalls wurde versichert, die Eigenständigkeit der Kirche nicht zu gefährden. Da die griechisch-orthodoxe Kirche eine große Rolle für den Staat und die Bevölkerung spielt wird in naher Zukunft überprüft ob es durch diese Entscheidung eine Verfassungsänderung geben sollte. (md)

Konzil ohne Vertreter des Moskauer Patriarchats

Die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats hat nun offiziell die Teilnahme am Konzil zur Festlegung der ukrainischen autokephalen orthodoxen Kirche abgesagt. Patriarch Bartholomaios wird bei dem Zusammentreffen der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats und der ukrainischen autokephalen orthodoxen Kirche Tomos erlassen. Durch die aktuelle Abtrennung der russisch-orthodoxen Kirche hat sich die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats abgemeldet. Von Seiten der russisch-orthodoxen Kirche werden die Mitglieder des Konzils als „Kirchenspalter“ bezeichnet. Das berichtet „ukrinform.de„.

Patriarch Bartholomaios und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko unterzeichneten bereits am dritten November ein Abkommen, welchen die gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und dem Patriarchat regelt. (md)

Streit um Renovierungsarbeiten

Ein israelisches Gericht hat einen Antrag der koptisch-orthodoxen Kirche zum Stop der Renovierungsarbeiten in der Michaelskapelle in Jerusalem teilweise abgelehnt. Das Patriarchat hat den Verdacht, Israel wolle die Renovierungsarbeiten als Vorwand nutzen um die Renovierungsarbeiten auf das gesamte Gebäude auszuweiten. Vorerst wurde festgelegt, nur die nötigsten Arbeiten durchzuführen um das Gebäude für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Außerdem darf das koptisch-orthodoxe Patriarchat einen Beobachter stellen um die israelischen Renovierungsarbeiten im Blick zu behalten. Das berichtet domradio.de.

Schon seit einiger Zeit tobt ein Konflikt zwischen den koptisch-orthodoxen und äthiopisch-orthodoxen Christen um die Nutzungsrechte der Kapelle im Deir al-Sultan-Kloster. Die israelische Regierung mischte sich nicht in den Streit ein, sondern ordnete die Renovierungsarbeiten an, nachdem ein Stein aus der Decke des Gebäudes fiel. Vergangenen Mittwoch sind koptisch-orthodoxe Mönche mit Sicherheitskräften aneinander geraten, dabei wurde einer der Mönche festgenommen. (md)

Filaret spricht sich für Konstantinopel aus

Das Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats Filaret hat am 29.10. verkündet, Patriarch Bartholomaios als das Oberhaupt der orthodoxen Kirche anzusehen und für ihn zu beten. Eine klare Position von Filaret, der sich nun noch deutlicher für das Patriarchat von Konstantinopel ausspricht. Das berichtet „ukrinform.de“.

Zeitgleich teilte Filaret mit in den nächsten Tagen ein „vereinigtes Konzil“ einzuberufen um die „Schaffung einer einheitlichen ukrainischen Landeskirche“ voranzutreiben. Dabei soll auch Patriarch Bartholomaios aus Konstantinopel eine wichtige Rolle spielen, da er dem Oberhaupt der autokephalen Kirche Tomos in Form einer Urkunde überreichen soll. (md)

Heftige Vorwürfe von Patriarch Filaret

Der selbsternannte Patriarch Filaret, das Oberhaupt der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats hat am vergangenen Freitag auf einer Pressekonferenz Russland das Moskauer Patriarchat heftig kritisiert. Er wirft der Russisch-orthodoxen Kirche vor, einen Vorwand zu suchen um eine Intervention der Ukraine zu legalisieren. Das berichtet „ukrinform.net

Filaret beschuldigt die russische Regierung eine militärische Intervention vorzubereiten und diese mit dem Argument des „Schutzes“ der Gläubigen und der Kirche des Moskauer Patriarchats zu verschleiern. Das ukrainisch-orthodoxe Oberhaupt des Kiewer Patriarchats kündigt an, keine Gewalt zu tolerieren und Russland keinen Grund zu geben, um sich in das kirchliche Leben einzumischen. (md)

 

Metropolit Onuphri äußert sich zur Autokephalie

Der ukrainische Bischof des moskauer Patriarchats Onufriy hat sich gegen die Autokephalie der Ukraine ausgesprochen. In einer Predigt am 23. Oktober sagte er, dass die Ukraine bereits alle kirchlichen Freiheiten hätte, die sie bräuchte. Außerdem würden die Beziehungen zwischen den orthodoxen Glaubensgemeinschaften durch die Autokephalie zerstört. Seiner Meinung nach liegt ein Fehler darin, dass die „Menschen versuchen, etwas Eigenes zur Kirche zu bringen“ und sich nicht mehr am alten, ursprünglichen Glauben orientieren.  Das berichtet „Russian Faith

Bereits vor einigen Wochen hatte der Metropolit die Ukrainische Regierung davor gewarnt die Kirche nicht in die politische Lage mit einzubeziehen. Daraufhin fordert er die Ukraine als Russisches Territorium zurück. Das berichtet ebenfalls „Russian Faith“ (md)

Treffen mit Patriarch Bartholomaios in der Türkei

Justin Welby, der Erzbischof aus dem englischen Canterbury war am vergangenen Freitag in Istanbul zu Besuch um sich mit dem Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios zu treffen. Im Vordergrund stand das aktuellste Thema der orthodoxen Kirche, die Autokephalie der Ukraine. Das berichtet „Episcopal news service„.

Parallel dazu fand sich die Internationale Kommission für Anglikanisch-orthodoxen theologischen Dialog auf Zypern zusammen um ihre jährliche einwöchige Tagung abzuhalten. Der Vertreter des Moskauer Patriarchates, Dr. Valentin Vassechko, nahm auf Grund der aktuellen Situation zwischen Russland und der Ukraine nicht an der Veranstaltung teil. (md)