Kategorie: Ökumene

Papst Franziskus besucht Patriarchen Daniel

Patriarch Daniel hat am 31. Mai Papst Franziskus empfange. Grund dafür war ein dreitägiger Besuch des Pontifex, auf welcher er den rumänischen Patriarchen und den rumänischen Präsidenten traf. Der Patriarch und der Papst beteten am späten Abend gemeinsam das Vater unser in der Kathedrale von Bukarest. Das berichtet der National Catholic. ....mehr

Reaktion aus der Katholischen Welt zur Ukraine

Der Leiter der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine hat die Gründung einer einzigen unabhängigen orthodoxen Kirche in seinem Land unterstützt. Das berichtet the tablet.

Der Erzbischof Sviatoslav Shevchuk von Kiew-Halytsch sagte hierzu: “Als Vertreter der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche fühle ich mich nicht befugt, eine kanonische oder historische Interpretation zu geben oder in die inneren Angelegenheiten der orthodoxen Kirche einzutreten. Aber was ich als Priester wahrnehme, ist, dass die Frage, ob Mitglieder von nicht-kanonischen Kirchen ewige Erlösung haben oder nicht, nun endgültig gelöst ist […] Die Mutterkirche von Konstantinopel, die auch unsere Mutterkirche ist, hat bejahend geantwortet.”.

Der Erzbischof äußerte sich kurz nach der Eskalation des Streites zwischen Moskau und Konstantinopel.Er sagte, das Dekret von Bartholomaios sei ein “epochales Ereignis in der universellen Kirche Christi”, die 20 Millionen Ukrainer zurück in die Gemeinschaft gebracht hatte.

Unterdessen sagte ein anderer griechisch-katholischer Führer, er glaube, dass eine neue Einheitskirche die katholisch-orthodoxe Einheit unterstützen und den “theologischen, spirituellen und ökumenischen Dialog” erleichtern würde. “Einige unserer eigenen Priester, sogar ganze Pfarreien, möchten vielleicht zu dieser geeinten lokalen orthodoxen Kirche gehören, obwohl ich nicht glaube, dass es eine Massenbewegung sein wird”, sagte Bischof Borys Gudziak letzte Woche.

Der Vorsitzende des Vatikanischen Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, sagte vor Hilarions Treffen mit Papst Franziskus am 19. Oktober während der Synode in Rom, er glaube, dass die katholisch-orthodoxen Beziehungen von der aktuellen Krise betroffen sein würden. Die Kirche könne sich nicht zu einem “internen orthodoxen Konflikt” äußern. 

In einer Resolution vom 18. Oktober verurteilte die russische Staatsduma Pläne für eine unabhängige ukrainische Kirche und beschuldigte die Regierung des Landes, “die wahre orthodoxe Kirche zu zerstören”. Das US-Außenministerium sagte am Freitag in einer Erklärung, dass “Toleranz, Zurückhaltung und Verständnis” für das Zusammenleben der Religionen wesentlich seien, und drängte Kirchen- und Regierungsbeamte, dieselben Werte im Zusammenhang mit der Gründung einer autokephalen ukrainischen orthodoxen Kirche zu fördern”. (ar)

 

Angriff der israelischen Polizei auf koptische Mönche in Jerusalem

Am Morgen des 24.10.2018 haben israelische Sicherheitskräfte unter Anwendung von aggressiver Gewalt das koptische Sultan-Kloster geräumt. Trotz Anwesenheit des Koptischen Metropoliten Anba Antonios, dem koptischen Bischof von Jerusalem, und der Intervention des ägyptischen Außenministeriums wurde auf eine friedliche und diplomatische Lösung verzichtet. Vater Makarios Al Yerushalmi und andere Mönche hinderten die israelischen Behörden daran zu betreten. Die Polizisten hatten unter dem Vorwand der Restaurierungsarbeiten und ohne Zustimmung der koptisch-orthodoxen Kirche die heilige Stätte zu betreten wollen. Vater Makarios wurde dabei mißhandelt und verhaftet.

Bei dem Vorfall handelte es sich um Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Restaurierung des Klosters. Das israelische Gericht hatte den Kopten 1971 das Recht verliehen, das Sultan-Kloster restaurieren zu können. Israelische Behörden jedoch wollen dieses Urteil nicht anerkennen und versuchen das Kloster zu beschlagnahmen. Die ägyptische Außenvertretung und das koptische Patriarchat arbeiten an einer Lösung des Konfliktes.

Abouna Efrem Kuckhoff

Ägypten: Neue Klosterordnung nach Tod des Bischofs

Mit dem Tod eines Bischofs hat in Ägypten landesweit eine Umstrukturierung der koptischen Klöster begonnen. Unter anderem sollen für ein Jahr keine neuen Mönche aufgenommen werden. AP News berichtet.

Nach dem Tod von Bischof Epiphanius, Abt des St.-Makarios-Klosters, lies die Orthodoxe Kirche in Ägypten verkünden, landesweit für ein Jahr keine neue Mönche in ihre Klöster aufzunehmen. Darüber hinaus sollen alle Mönche ihre Benutzerprofile auf sozialen Medien löschen, da sie mit ihrem mönchischen Lebensstil nicht vereinbar seien. Jeder Mönch, der ohne Auftrag seines Klosters medial präsent zeigt, riskiere zudem, sich vor seinem Vorgesetzten verantworten zu müssen. Der Pressesprecher der Koptisch-Orthodoxen-Kirche, Boulis Halim, betonte, diese Änderungen haben nichts mit den Tod des Bischofs zu tun, sondern seien lediglich disziplinarische Maßnahmen, um das mönchische Leben zu festigen. Bischof Epiphanius stard Anfang dieser Woche und wurde in Anwesenheit des koptischen Patriarchen Papst Tawadros II beigesetzt. Die Umstände die zum Tod des Bischofs führten sind bislang ungeklärt. (sb)

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Die Interkommunion als traditionelles Problem

Zurzeit streitet die katholische Kirche um Kommunionsfrage. Dabei werden besonders ekklesiologische und dogmatische Gründe hervorgebracht, warum die Kommunion im Regelfall für andere Konfessionen nicht möglich sind. Dabei geht es um ein basaleres Thema: Wenn der Mensch in der anderen Konfession die Kommunion erhält, hat er keinen Anstand gegenüber seiner eigenen.

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Versöhnung in der Äthiopischen Kirche

Die Äthiopisch-Orthodoxe Patriarchat hat Verhandlungen mit der äthiopischen Auslandskirche aufgenommen, die zu einer Wiedervereinigung führen soll. Abuna Merkurios, der Oberhaupt der Auslandskirche, könnte im Zuge dessen bald aus dem Exil zurückkehren. So berichtet Borkena.

Eine Göttliche Liturgie in Washington DC, welche diese Woche von Geistlichen beider Kirchen zelebriert wurde, stellte einen großen Akt der Versöhnung dar. Darüber hinaus wird Patriarch Merkurios äthiopischen Medien zufolge nächste Woche nach fast 30 Jahren aus dem Exil zurückkehren dürfen. Die Kirchen haben die gegenseitige Exkommunikation aufgelöst und eine Vereinigung der zwei Synoden wurde von kirchlicher Seite bestätigt. Die Neuigkeit wurde von äthiopischen Gläubigen weltweit mit Freude empfangen, es bleibt jedoch offen, wie so eine Wiedervereinigung konkret vollzogen wird und welcher Patriarch diese vereinte Kirche leiten wird.

Patriarch Matthias der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche treibt den Dialog mit der Auslandskirche voran um eine Kirchenunion zu ermöglichen. Nach dem Sturz der Kommunistischen Militärdiktatur in Äthiopien 1991, wurde der damals amtierende Patriarch Merkurios aufgrund vermeintlicher Nähe zum Regime von den Revolutionären entthront. Er floh in die USA und gründete dort eine Kirchensynode, die eine Opposition zum Patriarchat in Addis Abeba bildete. (sb)

Papst Tawadros besucht Italien und Österreich

Papst Tawadros II. hat vom 6. bis zum 15. Juli Bari, Rom, Wien und Graz besucht. Der Papst besuchte am 13. Juli unter Anderem das König-Abdullah-Dialogzentrum am Wiener Schottenring. Am 10. Juli in Begleitung von Bischof Marc von Paris und Bischof Antonio von Mailand aus Rom nach Wien gekommen, wo er von Bischof Gabriel herzlich empfangen wurde. Außerdem fand ein Treffen zwischen Kardinal Schönborn und dem Oberhaupt der koptischen Kirche statt. Der Höhepunkt des Besuches war die Weihe der dritten koptischen Kirche in Graz. Das berichtet die Erzdiözese Wien.

Faisal bin Muaammar, Generalsekretär des Dialogzentrums, sagte, der Besuch sei ein “weiterer Schritt der langen Tradition der koptisch-orthodoxen Kirche im Bereich des Dialogs, der kulturellen Begegnungen über 1.000 Jahre und der Ausarbeitung einer Reihe zeitgenössischer interreligiöser und interkultureller Initiativen und Dialoge. Der Besuch dient auch als Bekräftigung der gemeinsamen wissensbasierten und methodologischen Werte des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, die dazu beitragen, Koexistenz zu fördern und Frieden zu schaffen”. Bevor Papst Tawadros II. die Heimkehr antritt, empfing der Staatspräsidenten Sergio Mattarella den Papst. Am 07. Juli fand im süditalienischen Bari das ökumenische Gebet mit Papst Franziskus und Vertretern der orthodoxen Kirchen statt. (ar)

Metropolit äußert sich zur katholischen Kommunionsfrage

Beim Jahresempfang des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats in Bonn hat Metropolit Augoustinos Verständnis für Kardinal Woelkis Position gezeigt, die Interkommunion nur in Ausnahmefällen zu erlauben. Das Verfahren, nicht-katholischen Ehepartnern die Kommunion zu gewähren solle nicht Standard werden. So berichtet Domradio.

Laut Woelki sei es nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt, dass evangelische Ehepartner die Kommunion empfangen dürfen. Er betont zudem, dass solche Ausnahmefälle kein Standard werden sollen. Woelki wird in dieser Meinung von den Bistümern Bamberg, Augsburg, Regensburg und drei anderen Episkopen unterstützt. Diese positionieren sich gegen die Mehrheit der deutschen Bischöfe, die in einem noch unverbindlichen Schreiben bereits die Interkommunion befürworteten. Dagegen haben Magdeburg und Erfurt bereits die Kommunion für evangelische Ehepartner geöffnet. Das Schreiben der Bischofskonferent sollte als Handreichung offiziell verabschiedet werden, wurde jedoch Anfang Juni vom Vatikan zurückgewiesen. In Rom dauern die Beratungen noch an. Derweilen sollen Bischöfe einzeln für ihre jeweilige Diözese entscheiden, wie sie die Interkommunion handhaben wollen. Das von der Bischofskonferenz veröffentlichte Dokument dient dabei als Orientierungshilfe. Bis zu einer Endgültigen Einigung soll dies nicht als offizielles Verfahren der Katholischen Kirche, sondern eine vorläufige Kompromisslösung betrachtet werden. (sb)

Papst mischt sich in Autokephalie Prozess ein

Der ökumenische Patriarch Konstantinopel Bartholomaios und eine russisch-orthodoxe Delegation trafen sich mit Papst Franziskus. Grund dafür ist der Streit um die Anerkennung einer eigenständigen Ukrainischen Kirche. Das berichtet der National Catholic Register.

Der Papst brach am 27.06. sein Schweigen und sprach mit beiden Delegationen. Sein Hauptziel ist es die ukrainisch griechisch-katholische Kirche aus dem Konflikt herauszuhalten. Metropolit Hilarion warf der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche vor, gezielt gegen die russische Kirche zu agieren und die Errichtung einer autokephalen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche zu fördern. Jedoch bezog der Papst keine eindeutige Position, wie Reporter berichten. (ar)

Mehr zum Thema:

Metropolit Hilarion besucht Papst Franziskus, 01.06.2018.

Orthodoxe Kirche in der Ukrainekrise, 11.05.2018.

Ukrainische Kirche bald kanonisch?, 09.05.2018.

Koptische Kathedrale in Kairo feiert Jubiläum

Im Juni 1968 hat der koptische Patriarch Kirellos VI die Kathedralskirche in Kairo eingeweiht. Diese Woche feiern die Koptisch-Orthodoxen Christen das 50-jährige Bestehen ihrer Hauptkirche. Al-Ahram berichtet.

Die St-Markus-Kathedrale im Stadtteil Abbassia im Zentrum Kairos wurde 1968 in Anwesenheit des damaligen Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser und des äthiopischen Kaisers Haille Selassie eingeweiht. Das Gotteshaus welches noch 2013 und 2016 von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Anschlägen heimgesucht wurde, galt zur Zeit seiner Erbauung als Symbol der Ägyptischen nationalen Einheit. Der ägyptische Schriftsteller und Zeitzeuge der Eröffnung nannte die koptische Kirche den “Stolz der ägyptischen Nation”, und verdiene die selbe Ehre auch in der Moderne. Seit 1971 war die St-Markus-Kathedrale, benannt nach dem Begründer des ägyptischen Christentums, Sitz des koptischen Patriarchen Shenouda III. Seit 2013 residiert dort sein Nachfolger, Papst Tawadros II. (sb)